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Grüne Bohnen zubereiten

Geschrieben von Sascha Bülow 07.10.2020 1 Kommentare

Frische grüne Bohnen

 

INHALTVERZEICHNIS

  • 1. Die faszinierende Botanik der grünen Bohnen
  • 1.1. Wo wachsen grüne Bohnen?
  • 1.2. Was für Nährstoffe enthalten grüne Bohnen?
  • 1.3. Sind grüne Bohnen giftig?
  • 2. Verschiedene Arten der Zubereitung mit Tipps vom Kochprofi
  • 2.1. Grüne Bohnen kochen
  • 2.2. Grüne Bohnen blanchieren
  • 2.3. Grüne Bohnen braten & schmoren
  • 2.4. Grüne Bohnen haltbar machen
  • 3. Rezept: Marokkanischer grüne Bohnen - Eintopf mit feiner Zimtnote

 

 

1. Die faszinierende Botanik der grünen Bohnen

 

Bohnenpflanze in der Natur

Botanisch gesehen gehören grüne Bohnen zur Familie der Schmetterlingsblütler bzw. den Leguminosen, also Hülsenfrüchte, welche wir mitsamt den Samen essen können und ist eine einjährige Pflanze. Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Bohnen und diejenigen, welche wir unter dem handelsüblichen Namen “grüne Bohnen” kennen setzen sich unter anderem zusammen aus Busch- & Stangenbohnen, sowie Brechbohnen oder auch Gartenbohnen.

 

 

1.1. Wo wachsen grüne Bohnen?

 

Die Bohnen bilden an extra angelegten Stangen gewaltige Stauden, welche bis zu vier Meter hoch wachsen können - als Busch selbst erreichen sie etwa eine Höhe von einem Meter. Diese Pflanze kann auch auf stickstoffarmen Böden wachsen, da sie dieses Element aus der Luft selbst binden kann.

 

 

1.2. Was für Nährstoffe enthalten grüne Bohnen?

 

Sie enthalten wichtige und wertvolle Nährstoffe - allen voran pflanzliches Eiweiß, welches eine hohe Bioverfügbarkeit aufweist und damit von unserem Körper sehr gut aufgenommen und verarbeitet werden kann. Zudem enthalten grüne Bohnen reichlich Vitamin B2, B6, C und Beta-Carotin (Vitamin A), sowie Magnesium, Kalzium und Kalium.

 

 

1.3. Sind grüne Bohnen giftig und was kann man dagegen machen?

 

Im rohen Zustand sind grüne Bohnen giftig (bei hohen Mengen sogar tödlich) für uns Menschen, denn diese enthalten eine bestimmte Eiweißverbindung (das sogenannte Phasin), welches kurzgefasst die roten Blutkörperchen in unseren Adern zusammenkleben lässt. Das bedeutet, dass die Blutkörperchen nicht genug Platz für den Transport von Sauerstoff haben und damit mindestens Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen verursachen können. Besonders erheblich sind die Folgen bei Kindern, bei denen bereits fünf bis sechs rohe Bohnen ausreichen um solche Symptome hervorzurufen. Damit es gar nicht erst zu diesen Symptomen kommen kann, empfehlen Ernährungsexperten, dass grüne Bohnen mindestens 10 Minuten, besser noch 20 Minuten im Wasser vor dem Verzehr gekocht werden sollten.

 

 

2. Verschiedene Arten der Zubereitung mit Tipps vom Kochprofi

 

Es gibt zahlreiche Arten der Zubereitung von grünen Bohnen. Je nach Geschmack, Verwendungszweck und sogar je nach Region, können sich die Zubereitungsarten unterscheiden. Wir gehen hier auf die vier häufigsten Arten ein und beginnen mit dem Wichtigsten: dem Kochen.

 

 

2.1. Grüne Bohnen kochen

 

Um sie für uns Menschen genießbar zu machen, muss man grüne Bohnen kochen, damit das darin enthaltene Phasin zerstört wird. Sie sollten dafür mindestens 10 Minuten, aber besser noch 20 Minuten im köchelnden Wasserbad gegart werden.

 

Das gilt im Übrigen auch für Eintöpfe: Bevor sie in den eigentlichen Eintopf kommen, müssen sie zuvor gekocht werden, da das besagte Phasin auch in das Wasser übergeht. Würden diese schädlichen Eiweißverbindungen in den Eintopf selbst gelangen, könnte das schlimme Folgen nach sich ziehen. Daher ist es wichtig, dass die grünen Bohnen in einem separaten Wasserbad gekocht werden, bevor sie in den eigentlichen Eintopf rein kommen.

 

 

2.2. Grüne Bohnen blanchieren

 

Um sie haltbar zu machen, müssen Sie die grünen Bohnen blanchieren. Blanchieren bedeutet, dass sie kurz ins kochende Wasserbad gehalten werden. Nehmen Sie hierfür ein passendes Sieb, indem Sie die Bohnen reinlegen und halten sie das Sieb so in das kochende Wasser, dass die Bohnen vollständig mit Wasser bedeckt sind. Nach etwa 3 Minuten müssen sie wieder raus und kommen in ein kaltes Wasserbad, damit sie sofort wieder runterkühlen können.

 

 

2.3. Grüne Bohnen braten & schmoren

 

Grüne Bohnen, besonders dicke Buschbohnen eignen sich hervorragend für Brat- & Schmorgerichte. Aber auch hier gilt wie beim Eintopf: Sie müssen zuerst ausreichend lange in einem separaten Wasserbad gekocht werden. In alten Hausrezepten ist auch immer wieder die Rede vom Bohnenkraut, welches bei keinem Brat- & Schmorgericht fehlen darf. Dieses kann sowohl getrocknet, als auch frisch mit dazu gegeben werden.

 

 

2.4. Grüne Bohnen haltbar machen

 

Grüne Bohnen gibt es in der Regel in jedem gut sortierten Lebensmittelgeschäft. Sie sind entweder direkt erhältlich als frische Ware oder finden sich in der Tiefkühltheke wieder. Wenn Sie die Bohnen als Frischware erhalten, dann können sie diese haltbar machen, indem sie sie zuerst blanchieren (siehe 2.2 unter “Grüne Bohnen blanchieren”) und danach auf einem Backblech mit Backpapier ausgelegt direkt einfrieren. Wichtig hierbei ist, dass die Bohnen so wenig wie möglich aneinander liegen, sodass sie im gefrorenem Zustand nicht allzu sehr aneinander kleben. Sind sie erstmal eingefroren, können sie in ein kleineres verschlossenes Behältnis gegeben werden.

 

 

3. Rezept: Marokkanischer grüne Bohnen - Eintopf mit feiner Zimtnote

 

Zutaten:

  • 250 g frische grüne Bohnen
  • 2 St. helle Zwiebeln
  • 2 St. Knoblauchzehen
  • 2 St. Rispentomaten
  • ½ Tube Tomatenmark
  • 1 Liter Wasser
  • 3 EL frisch gehackte Petersilie
  • 1 TL frisch gehackter Ingwer
  • 1 TL feines Meersalz
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • ½ TL ganzer Kreuzkümmel (Cumin)
  • ½ TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL getrocknetes Bohnenkraut
  • optional: etwas Safran

Zubereitung:

  1. Die frischen grünen Bohnen putzen, das Kopf- & Fußende abschneiden und in einem Topf mit kochenden Wasser für 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen
  2. Währenddessen die beiden Zwiebeln und eine Knoblauchzehe in feine Streifen schneiden und zusammen mit dem Ingwer, dem Bohnenkraut und dem Kreuzkümmel in einem hohen Topf in Rapsöl so lange anschwitzen, bis sie schön “geschmolzen” sind und eine feine goldbraune Röstfarbe haben
  3. Jetzt können der Zimt, das Paprikapulver, optional der Safran, die gewürfelten Tomaten und die halbe Tube Tomatenmark dazu gegeben werden, kurz mitgeröstet werden (~ 10 Sekunden) um dann gleich im Anschluss das Ganze mit dem Wasser aufzugießen
  4. Wenn die grünen Bohnen fertig sind, dann können sie in ein Sieb gegeben werden und mit kalten Wasser etwas abgeschreckt werden
  5. Geben Sie die gekochten Bohnen nun mit in den Eintopf dazu und lassen das ganze auf kleiner Flamme etwa 40 Minuten köcheln und rühren Sie regelmäßig um. Sollte die Flüssigkeit zu wenig sein, dann geben Sie peu a peu noch etwas Wasser nach
  6. Kurz vor dem Servieren noch die zweite Knoblauchzehe (gehackt) mit der Petersilie unterrühren und gegebenenfalls noch mit etwas Meersalz, Kreuzkümmel oder Safran nachwürzen

 

Passend dazu servieren Sie das Ganze gerne mit frischem Fladenbrot, oder selbstgemachtem Pfannenbrot.

1 Kommentare

lisa:
11.10.2020, 13:58:26
Antworten

ich blanchiere frische bohnen am liebsten, denn dann sind sie noch schön bissfest. lg, lisa

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